Tag der offenen Tür im Mai 2011

Hier der Originaltext eines Besuchers!

Gedanken von einem Besucher des Tags der offenen Tür

 

Tief in mir glimmt diese Sehnsucht der Frau zu begegnen, die mich mit ihrem Blick gefangen nimmt, mich mit ihrer Ausstrahlung fesselt.

 

In all den Jahren in den unterschiedlichsten Facetten davon träumend:
# von der unerbittlichen Herrin, die mich versklavt,
# von der tollen Frau, der ich meine Liebe durch Hingabe und Leiden zeige (-- und die mich dafür lächelnd in den Arm nimmt --)
# oder von der Unbekannten die mit mir spielt

 

So wenig
wie diese Wünsche mein Dasein dominieren, bzw. die unerfüllten Träume meine Existenz sinnlos und leer erscheinen lassen (-- nein ich hatte eine schöne Zeit im Leben, zwar zu schüchtern, zu ängstlich BDSM als Thema anzunehmen, aber ich lernte 'NORMALE' Frauen kennen, und sah dies als einen dieser Kompromisse des Lebens, die nicht wirklich schmerzen --).
So wenig
kann der Lauf der Geschichte diese einmal entfachte Glut erlöschen.

 

Jetzt, ohne Beziehung, ein bisschen älter,
sagt mir eine innere Stimme, dass es an der Zeit ist auch diese dunkle Seite in mir kennen zu lernen,
und die Erfahrung, dass die Wahrscheinlichkeit im privaten Bereich diese  G Ö T T I N  zu finden verdammt klein ist.

 

Ein paar Besuche auf der Homepage des Salon Excentric und ein sehr netter Mailkontakt mit Herrin Sharka bzgl. eines Workshops beseitigen meine Zweifel ob ich in einem Dominastudio finden könnte was ich suche.

 

Noch nicht in der Lage meine Sehnsüchte, meine Rolle in dieser dunklen Welt, einzuordnen, geschweige denn zu artikulieren, erschien mir die Beschreibung des Tags der offenen Tür als Segen.
Es gäbe keine Vorgespräche, d.h. keine Notwendigkeit über Neigungen und Vorlieben zu reden die man (ich) nicht wirklich kennt, und die Chance mit unterschiedlichen Ladies zu erleben wie sich Dominanz ausdrücken kann.

 

So stehe ich am 09. Mai 2011 vor der Tür des Studios, dieser Schwelle in eine andere Welt. Ein wenig aufgeregt, aber mit dem festen Wunsch mich auf diese Welt einzulassen.

 

Der Eintritt eröffnet die einmalige Gelegenheit Lady Leona, Herrin Sharka, Domina Eva, Fräulein Greta, Diva Nora, Lady Sza Sza und Lady Cara (an einem Tag) kennenzulernen, Und ihre unterschiedlichen Arten Dominanz zu leben, zu erfahren:
Distanz oder Nähe, fordernd oder verspielt, Göttin oder Verschwörerin sind Schlagworte die das Erlebte nur ansatzweise wiedergeben.

 

Körperlich oder mental gefesselt ist man dem Spiel der Ladies ausgeliefert, und während man sich in einem Moment noch auf der spielerisch-lustvollen Ebene wähnt, kann in der nächsten Sekunde ein Griff den Schmerz greifbar, ein Befehl die Demütigung spürbar machen, die MACHTVERHÄLTNISSE klarstellen.

 

Und wenn man es 'versäumt' am Anfang seine Tabus zu nennen, kann man an diesem Tag erleben wie sich Dominanz in den unterschiedlichsten Spielarten ausleben lassen. Das heißt, das real existierende Risiko, aber gleichzeitig auch die verlockende Chance, in BDSM jenseits der eigenen Fantasien rein zu schnuppern.

 

Aber es sind nicht nur die unterschiedlichen Spielarten,
ich erlebe, dass jede Domina die gleichen 'Mittel' anders einsetzt und dies unterschiedliche Empfindungen in mir auslöst.
Und versuche zu erfassen, welch ungeahntes Potenzial sich hinter der perfekten Symbiose aus Herrin, Sklave und gewähltem 'Spiel' verbirgt.

 

Bei manchen Ladies bestätigen sich meine 'Erwartungen' an Ihre Art 'Dominanz zu leben', welche ich nach dem durchstöbern der Studio-Homepage habe, andere erlebe ich überraschend anders.

 

Ich spüre in dieser Zeit, dass ich Vertrauen in eine Herrin brauche, welches ich zumindest innerhalb eines kurzen Zeitraums nur über Nähe, spielerische Dominanz, die Raum für ein Lächeln übrig lässt, bekomme.
Meine Träume in all ihren Facetten lassen sich nach diesem Besuch für den Augenblick in etwas Greifbares fassen:
In 2 Worten ausgedrückt vielleicht 'Zuckerbrot und Peitsche', aber gleichzeitig  ahnend, dass dieses Machtgefälle auch in vielen anderen Ausprägungen für mich spannend und gefährlich sein könnte.

 

 

Ich hatte eine schöne und spannende Zeit im Studio mit vielen neuen Eindrücken.
Wo mein Weg hinführt und wo er endet, weiß heute niemand, aber IHR HERRINNEN und Sklavin Claudine habt alle ein Stück weit dazu beigetragen.

DANKE dafür!

 

Ein Besucher

 

PS: Der aufmerksame Leser dieser Zeilen hat sicher bemerkt, dass ich im Gegensatz zur Ankündigung ( und meiner Erwartung ) an Anfang doch in irgendeiner Form nach Erfahrung und Tabus gefragt wurde, aber im Rückblick sehe ich darin doch die positive Notwendigkeit um z.B. einem Hardcore-Masochisten meine Anfänger-Erziehung zu ersparen, auch wenn es für ihn sicher schwer zu ertragen wäre