Geschichte Teil 1

1986 habe ich meine Laufbahn als Domina begonnen.

Die Zeiten waren anders. Studios gab es noch sehr wenige. Die ersten privaten S/Mer habe ich in der Schweiz getroffen. Auf ihren kleinen Veranstaltungen wurde ich mit Argusaugen begutachtet. Ich war ungestüm und wild, provokant. Als schöne, junge Frau, immer solo unterwegs, war ich überhaupt nicht angepasst an Regeln, die ich gar nicht kannte. Ich habe nicht gezögert, Ohrfeigen auszuteilen, wenn mir jemand zu nahe kam, womit ich mir schließlich auch ein Hausverbot einhandelte.
So ging ich meinen ganz eigenen Weg, niemand hat mir etwas gezeigt oder erklärt. Learning by doing. So manch einem jungen oder reiferen Sklaven, dem ich über den Weg gelaufen bin, habe ich wohl ein eindrucksvolles und unvergessliches Abenteuer beschert in dieser Zeit - fern aller Romantik. Auch für mich abenteuerlich und intensiv. Wie eine Domina, die auszog, das fürchten zu lehren.
Schließlich landete ich in Stuttgart in meinem ersten Studio. Quasi ins kalte Wasser geworfen, machte ich meine ersten Studioerfahrungen und hatte dabei nicht wirklich viel zu lachen. Untergehen oder Überleben war hier das Thema. So hart und unerbittlich wie ich mit mir selbst dabei umgehen musste, war ich auch mit meinen Sklaven. Immerhin habe ich heute noch mit dem ein oder anderen Sklaven, den ich in dieser Zeit kennen gelernt habe, Kontakt. Die Art, wie ich Intensität herstellen konnte, war unnachahmlich und schaffte Bindungen bis heute. 100%ige Präsenz in allem, was ich tat.